- Autoren
- Boey GE, Wasilenchuk JL
- Jahr
- 2014
- Typ
- kohorte
- Fundstelle
- Lasers Surg Med 46(1):20-26
- DOI
- 10.1002/lsm.22209
- PMID
- 24338439
- Fallzahl (n)
- 17
Design
Studie mit Halbseitenvergleich, aufgeteilt in eine Wirksamkeitsgruppe (zehn Personen) und eine Sicherheitsgruppe (sieben Personen). Beide Unterbauchseiten wurden gleich behandelt (Kühlintensität 42, entsprechend −72,9 Milliwatt pro Quadratzentimeter, über 60 Minuten). Unmittelbar nach der Behandlung wurde nur eine Seite von Hand nachbearbeitet: eine Minute kräftig knetend, danach eine Minute kreisend mit den Fingerkuppen; die andere Seite diente als Kontrolle. Die Fettschichtdicke wurde per Ultraschall zu Beginn sowie nach zwei und vier Monaten gemessen, zusätzlich erfolgten histologische Untersuchungen zu mehreren Zeitpunkten.
Ergebnis
Die nachbearbeitete Seite zeigte eine stärkere Abnahme der Fettschichtdicke als die Kontrollseite: nach zwei Monaten war die mittlere Reduktion um 68 Prozent größer, nach vier Monaten um 44 Prozent größer. Diese Prozentwerte sind ausdrücklich als relativer Unterschied zwischen den beiden Seiten zu lesen, nicht als absolute Fettreduktion. Sie belegen einen zusätzlichen Effekt der manuellen Nachbearbeitung, nicht die Gesamtwirkung des Verfahrens. Die Fallzahl ist klein.
Nebenwirkungen
Die histologische Untersuchung an mehreren Zeitpunkten (0 bis 120 Tage) ergab laut Abstract keinen Hinweis auf eine durch die Nachbearbeitung verursachte Gewebeschädigung, insbesondere weder Gewebsuntergang (Nekrose) noch Bindegewebsvernarbung (Fibrose); aus der Nachbearbeitung selbst wurden keine unerwünschten Ereignisse berichtet. Eine nach Art und Häufigkeit aufgeschlüsselte Darstellung der sonstigen vorübergehenden Reaktionen der Kühlbehandlung enthält das Abstract nicht und war im frei zugänglichen Text nicht prüfbar (Volltext paywall-geschützt). Aussage der Arbeit ist, dass die zusätzliche manuelle Nachbearbeitung das Sicherheitsprofil der Behandlung nicht verschlechtert.
Dauerhaftigkeit
Die Nachbeobachtung endet vier Monate nach der Behandlung; bis dahin blieb der Vorsprung der nachbearbeiteten Seite erhalten. Über den Verlauf jenseits von vier Monaten trifft die Arbeit keine Aussage. Eine Aussage über die langfristige Haltbarkeit des Ergebnisses lässt sich auf diese Arbeit nicht stützen.
Zusammenfassung
Studie mit Halbseitenvergleich, veröffentlicht 2014 in Lasers in Surgery and Medicine. Untersucht wurde, ob eine kurze manuelle Nachbearbeitung des behandelten Areals unmittelbar nach der Kühlung die Fettreduktion verstärkt, ohne die Sicherheit zu beeinträchtigen. Beide Unterbauchseiten wurden gleich gekühlt, danach nur eine Seite von Hand bearbeitet, die andere blieb Kontrolle. Gemessen per Ultraschall, fiel die Reduktion der Fettschichtdicke auf der nachbearbeiteten Seite nach zwei Monaten um 68 Prozent und nach vier Monaten um 44 Prozent stärker aus als auf der Kontrollseite. Wichtig für die Einordnung: Diese Zahlen beschreiben den Vorsprung der einen Seite gegenüber der anderen, nicht den absoluten Umfang der Fettabnahme. Die Histologie zeigte keine durch die Nachbearbeitung ausgelöste Schädigung, was die Autoren als Beleg für die Unbedenklichkeit der Maßnahme werten. Die Fallzahl ist mit siebzehn Personen klein, und die Nachbeobachtung reicht nur bis vier Monate.
Hinweis
Im Auftrag war der Zweitautor als „Wat H" angegeben; die tatsächliche Autorschaft lautet Boey GE, Wasilenchuk JL. Die id boey-2014 bleibt unverändert.
Volltext
Abstract frei über PubMed (PMID 24338439); daraus bestätigt: Autoren Boey GE, Wasilenchuk JL, Fallzahl 17 (10 Wirksamkeit, 7 Sicherheit), stärkere Reduktion der massierten Seite um 68 Prozent nach zwei und 44 Prozent nach vier Monaten, Histologie ohne Nekrose oder Fibrose. Volltext kostenpflichtig über onlinelibrary.wiley.com; frei nicht zugänglich.