Beleg · metaanalyse

Incidence of Paradoxical Adipose Hyperplasia After Cryolipolysis: A Systematic Review and Meta-Analysis

Autoren
Mah AE, Razeghi P, Li C, Datta S, Tao BK, Ahmad J, Austin RE
Jahr
2025
Typ
metaanalyse
Fundstelle
Aesthet Surg J Open Forum
DOI
10.1093/asjof/ojaf142
PMID
41322038
Fallzahl (n)
13078

Design

Systematische Übersicht und Metaanalyse von 28 Studien mit insgesamt 13.078 Personen

Ergebnis

Die gepoolte Häufigkeit der paradoxen Fetthyperplasie liegt bei 0,22 Prozent, das entspricht einer von 455 Personen. Das 95-Prozent-Konfidenzintervall reicht von 0,10 bis 0,47 Prozent. Insgesamt wurden 29 Fälle erfasst. Unterschiede zwischen den Geschlechtern waren statistisch nicht bedeutsam. Zehn der 29 Fälle traten unter Verwendung eines bestimmten Applikators auf; für eine geräteweise Auswertung reichten die Daten nicht aus. Die Autoren stufen die Sicherheit der Evidenz als gering ein und halten fest, dass die tatsächliche Häufigkeit über den Herstellerangaben liegt.

Nebenwirkungen

Gegenstand der Arbeit ist eine Nebenwirkung selbst: die paradoxe Fetthyperplasie, also ein Zuwachs statt einer Abnahme des Fettgewebes im behandelten Bereich. Häufigkeit 0,22 Prozent bei geringer Sicherheit der Evidenz.

Dauerhaftigkeit

Die Arbeit untersucht eine Nebenwirkung und nicht die Beständigkeit des Ergebnisses. Nur vier der 28 eingeschlossenen Studien hatten eine Nachbeobachtung von mindestens 16 Wochen. Eine Aussage über die Haltbarkeit des Ergebnisses lässt sich auf diese Arbeit nicht stützen.

Zusammenfassung

Metaanalyse aus dem Jahr 2025 zur Häufigkeit der paradoxen Fetthyperplasie nach Kryolipolyse. Eingeschlossen wurden 28 Studien mit 13.078 Personen, in denen 29 Fälle auftraten. Daraus errechnet sich eine gepoolte Häufigkeit von 0,22 Prozent oder einer von 455. Die Autoren weisen darauf hin, dass diese Zahl über den Angaben der Hersteller liegt und dass die Nachbeobachtung in den meisten Studien zu kurz war, um die Häufigkeit verlässlich zu erfassen; die paradoxe Fetthyperplasie zeigt sich typischerweise erst Wochen bis Monate nach der Anwendung. Die Sicherheit der Evidenz wird als gering eingestuft. Die Arbeit fordert eine bessere Aufklärung über dieses Risiko.

Volltext

Frei zugänglich über academic.oup.com und PubMed.

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