Stand der inhaltlichen Prüfung: · Grundlage: Lehrbuchwissen zur Verteilung des Unterhautfetts und zur Mechanik des Kälteaufsatzes; wiederkehrende Fragen aus dem Fit Call. Keine gerätebezogene Wirkstudie, weil der Beitrag die Eignung von Stellen behandelt und keine Wirkung.
Ob sich eine Stelle für Kryolipolyse eignet, entscheidet sich an einem Maß, das an jeder Stelle gleich ist: Lässt sich das Fett unter der Haut zu einer Falte abheben, die stehen bleibt? Der Aufsatz saugt eine Falte mit Unterdruck ein und hält sie zwischen zwei Kühlflächen; was flach anliegt, fest gehalten wird oder tief im Bauch sitzt, bekommt er nicht zu fassen. Darum passen weiche, greifbare Polster, die aus dem Umriss heraustreten, besser als breite, feste oder tief liegende Stellen. Die bloße Menge an Fett sagt darüber wenig; entscheidend ist, ob sich eine Falte formen lässt, die der Aufsatz halten kann. Wie viel eine Anwendung an einer geeigneten Stelle abträgt, steht dort, wo die Studienlage zusammengefasst ist.
Manche Stellen am Körper kommen für die Kälte in Frage, andere nicht, und der Name der Stelle sagt darüber wenig. Ob eine Stelle passt, entscheidet nicht ihr Name, sondern ob sich dort eine Falte fassen lässt, die zwischen die Flächen des Aufsatzes geht. Am Bauch, an der Flanke, an der Innenseite der Oberschenkel gilt am Ende dasselbe Maß. Wer es kennt, kann für fast jede Stelle vorab grob sagen, ob sie zu diesem Werkzeug passt.
Was macht eine Stelle für den Aufsatz greifbar?
Greifbar ist eine Stelle, wenn sich das Fett unter der Haut zu einer Falte anheben lässt, die stehen bleibt. Der Aufsatz arbeitet mit Unterdruck. Er saugt die Falte ein und hält sie zwischen zwei Kühlflächen. Was sich nicht abheben lässt, bekommt er nicht zu fassen. Darum ist die eigene Hand das erste Werkzeug, und zwar an jeder Stelle gleich. Am Doppelkinn, am Oberarm, am Bauch stellt man dieselbe Frage: Bleibt zwischen den Fingern eine Rolle stehen? Bleibt sie, kommt die Stelle in Betracht. Zerläuft sie unter dem Griff und liegt flach an, findet der Unterdruck nichts, woran er ziehen könnte.
Warum eignet sich weiches Fett besser als festes?
Weiches Fett gibt unter dem Griff nach und lässt sich abheben, festes bleibt liegen und gibt dem Unterdruck nichts. Fett sitzt im Körper an zwei Orten. Das eine liegt direkt unter der Haut, weich und greifbar, über Bauch, Flanken und Oberschenkeln. Das andere sitzt tief im Bauchraum und füllt ihn von innen. Nur das weiche unter der Haut zieht der Aufsatz zwischen seine Flächen. Wo das Fett locker gepackt ist, hebt sich eine Falte weit ab, etwa an der Innenseite der Oberschenkel. Wo es fest in Form gehalten wird, gibt es kaum nach. Ein praller, harter Bauch trägt viel von dem Fett, das der Aufsatz nicht erreicht; warum das so ist, steht im Beitrag zur BMI-Grenze.
Warum zählt die Form der Stelle und nicht nur die Menge?
Der Aufsatz braucht eine Stelle, die nach außen tritt, denn nur was heraussteht, kann er einsaugen. Eine Rolle über dem Hosenbund oder ein Röllchen unter dem Nabel wölbt sich vor und gibt eine Falte her. Eine breite, flache Fläche gibt keine, auch wenn dort Fett liegt. Der Rücken zwischen den Schulterblättern ist so ein Fall: Das Fett sitzt flach und straff, und der Griff findet keinen Rand. Auch die Krümmung spielt mit. Über einer starken Rundung oder dicht am Knochen sitzen zwei flache Flächen schlecht auf. Deshalb sagt die bloße Menge an Fett wenig darüber, ob eine Stelle passt. Es kommt darauf an, ob sich aus ihr eine Falte formen lässt, die der Aufsatz halten kann.
Warum lassen sich manche Stellen kaum fassen, obwohl dort Fett sitzt?
Weil straffe Stränge im Gewebe das Fett flach halten oder weil es zu tief liegt, um von außen erreichbar zu sein. An manchen Stellen ist das Unterhautfett von festem Bindegewebe durchzogen, das es an Ort und Stelle hält. Es bleibt dann breit und fest liegen, ohne sich zu einer Rolle zu wölben, wie oft an der Außenseite der Oberschenkel. Der Griff läuft ins Leere, obwohl die Stelle voll wirkt. Anders liegt der Fall beim tiefen Fett im Bauch. Es füllt den Bauchraum von innen, macht ihn rund und hart und lässt sich mit keiner Hand abheben. An dieses Fett kommt keine Platte von außen heran. Ob Fett da ist, sagt darum noch nicht, ob es sich fassen lässt.
Was unterscheidet ein einzelnes Polster von einer allgemeinen Fülle?
Ein einzelnes Polster steht aus dem Umriss heraus, während eine allgemeine Fülle den ganzen Rumpf gleichmäßig größer macht. Der Aufsatz will das umschriebene Polster, das sich abhebt, während der Rest sich hält. Steht eine Rolle über dem Bund und der übrige Körper bleibt schmal, passt das Bild. Ist die ganze Taille breiter geworden, geht es um das Gewicht des ganzen Körpers und nicht mehr um eine einzelne Stelle. Das entscheidet sich über die Zeit, nicht an einer Handbreit Haut. Wo diese Linie verläuft, steht im Beitrag zur BMI-Grenze. Eine Stelle für den Aufsatz ist erst, was sich aus dem Umriss abhebt.
Warum sagt der Griff mehr als der Blick von außen?
Der Blick zeigt Umfang und Form, aber ob eine Falte hält, zeigt erst der Griff mit der Hand. Von außen kann eine Stelle nach Polster aussehen und sich dann fest anfühlen, weil das Fett tief oder straff gehalten sitzt. Umgekehrt trägt mancher schlanke Körper unter dem Nabel ein hartnäckiges Röllchen. Es lässt sich klar fassen. Nach einer starken Abnahme wiederum hängt oft lockere Haut, die sich zwar greifen lässt, aber wenig Fett enthält. Die Kälte fasst allein das Fett unter der Haut, die Haut selbst strafft sie nicht. Was sich am Ende eignet, zeigen darum der Griff und die Messung vor Ort, kein Foto und keine Schätzung aus der Ferne. Wie viel eine Session an einer geeigneten Stelle abträgt, ist eine andere Frage; sie steht dort, wo die Studienlage zusammengefasst ist.
Grenzen
Dieser Beitrag nennt das Maß, an dem sich eine Stelle grob einordnen lässt, kein Urteil über eine bestimmte Stelle bei Ihnen. Ob eine Stelle bei Ihnen in Frage kommt, entscheidet sich am Griff und an der Messung vor Ort, nicht aus der Ferne. Er sagt auch nichts darüber, wie viel eine Session an einer geeigneten Stelle abträgt oder ob das Ergebnis über die Jahre bleibt; das steht im Beitrag zur Studienlage. Und er beschreibt die Verteilung des Fetts als grobe Neigung. Wo das Fett bei einem einzelnen Menschen liegt und wie es sich fassen lässt, ist von Person zu Person verschieden.
Unsere Einschätzung
Die Stellen, die sich am besten fassen lassen, sind oft die, an denen sich auch am schnellsten etwas zeigt. Ein weiches Röllchen, das nach einer Abnahme steht und sich greifen lässt, ist der Fall, für den die Kälte gedacht ist. Sie kommt als Feinarbeit an einer einzelnen Stelle in Betracht, wenn das Gewicht schon steht. Wer die Stellen sucht, die aus dem Umriss herausstehen, hat die Reihenfolge halb im Griff; wo man anfängt, steht im Beitrag dazu, welche Zone man zuerst angeht. Solange der Körper insgesamt in Bewegung ist, verschiebt sich das Bild, und eine einzelne Stelle zu kühlen bringt wenig.
Häufige Fragen
Welche Körperstellen eignen sich am ehesten für Kryolipolyse?
Die mit einem weichen Polster, das sich greifen lässt und aus dem Umriss heraussteht. Der Unterbauch, die Flanken, die Innenseite der Oberschenkel, das Doppelkinn und die Oberarme gehören oft dazu. Der Name zählt dabei weniger. Es kommt darauf an, ob sich dort eine Falte abheben lässt, und das zeigt der Griff, nicht die Landkarte des Körpers.
Kann ich selbst prüfen, ob eine Stelle passt?
Grob ja, mit dem Griff der eigenen Hand. Lässt sich das Fett zu einer Falte abheben, die stehen bleibt, spricht das für die Stelle. Zerläuft es unter den Fingern, spricht es dagegen. Sicher wird es erst bei der Messung vor Ort.
Warum passt eine flache Stelle nicht, obwohl dort Fett ist?
Weil der Aufsatz eine Falte einsaugt und eine flache Lage keine hergibt. Mit Unterdruck zieht er die Haut samt dem Fett darunter zwischen zwei Kühlflächen, und das gelingt nur dort, wo sich überhaupt etwas abheben lässt. Was flach anliegt, findet er nicht. Wie viel Fett darin steckt, ändert daran nichts.
Eignet sich der Rücken oder die Außenseite der Oberschenkel schlechter?
Oft ja, weil das Fett dort fest und flach gehalten wird und sich kaum zu einer Rolle abheben lässt. Der Aufsatz braucht eine Stelle, die heraustritt. Ob es im Einzelfall doch reicht, zeigt allein der Griff vor Ort.
Sagt die Eignung etwas darüber, wie viel abgeht?
Nein. Die Eignung sagt nur, ob sich eine Stelle überhaupt fassen lässt. Wie viel eine Session an einer geeigneten Stelle abträgt und wie sicher das belegt ist, steht im Beitrag zur Studienlage. Beides sind verschiedene Fragen.