Die Tür

Was passiert mit der Haut nach dem Fettverlust?

Wird unter der Haut Fett weniger, zieht sie sich nach, bei der einen ganz, bei der anderen nur zum Teil, je nach Alter, Menge und Tempo des Verlusts, Veranlagung und früherer Dehnung.

Stand der inhaltlichen Prüfung: · Grundlage: Grundlagen der Hautphysiologie zu Kollagen, Elastin und Hautalterung aus dermatologischen Übersichtsarbeiten; keine gerätebezogene Wirkstudie.

Verschwindet unter der Haut Fett, muss die Haut sich an die kleinere Form anlegen. Wie gut ihr das gelingt, entscheidet nicht die Stelle, sondern die Haut selbst: ihr Alter, wie viel Fett weggeht und wie schnell, die eigene Veranlagung und ob sie schon einmal stark gedehnt war, etwa in einer Schwangerschaft. Junge, feste Haut zieht sich eher zurück, über Jahre gedehnte weniger. Kollagen und Elastin sind die Fasern, an denen das hängt, und sie werden mit dem Alter weniger. Die Kälte an einer Stelle nimmt Fett weg; ob die Haut darüber nachkommt, ist eine eigene Frage, und lockere Haut löst die Kälte nicht.

Wenn unter der Haut Fett schwindet, muss die Haut nachkommen. Sie lag vorher über einem Polster. Danach soll sie sich an eine kleinere Form legen, und ob ihr das gelingt, hängt an der Haut selbst, kaum an der Stelle, an der das Fett weggeht. Junge, feste Haut zieht sich eher zurück, während über Jahre gedehnte Haut sich schwerer tut. Deshalb sehen zwei Frauen nach demselben Verlust am Ende verschieden aus.

Was passiert mit der Haut, wenn darunter Fett verschwindet?

Die Haut zieht sich nach, so weit ihre Spannkraft reicht. Bei der einen ganz, bei der anderen nur zum Teil. Sie ist ein Gewebe unter eigener Spannung, das über dem Fett aufliegt, und kein loses Tuch über dem Körper. Wird das Polster darunter kleiner, bleibt die Fläche der Haut zunächst dieselbe. Jetzt hat sie mehr Fläche, als der Körper darunter braucht. Ist ihre Rückstellkraft groß genug, nimmt sie den Überschuss wieder auf und legt sich glatt an. Reicht die Kraft nicht, bleibt ein Teil als lockere Haut zurück. Das liegt an der Grenze eines Gewebes, das nur so weit zurückfedert, wie es kann. Ein Fehler ist es nicht.

Wovon hängt es ab, ob die Haut folgt?

Es hängt am Ausgangszustand der Haut und daran, wie der Verlust abläuft. Das Alter ist der stärkste Punkt. Mit den Jahren wird die Haut dünner und lässt in ihrer Spannung nach, und was mit dreißig zurückfedert, kommt mit fünfzig langsamer und nicht immer ganz zurück. Dann zählt die Menge: Ein handbreites Polster hinterlässt weniger Überschuss als viele Kilo über den ganzen Körper. Auch das Tempo spielt eine Rolle, denn wer sehr schnell viel verliert, gibt der Haut wenig Zeit, sich anzupassen; ein langsamer Verlust über Monate lässt ihr mehr Spielraum. Dazu kommt die eigene Veranlagung, die man nicht ändern kann, und die Frage, ob die Haut schon einmal stark gedehnt war. Keiner dieser Punkte steht für sich. Sie greifen ineinander, und deshalb lässt sich vorher selten sicher sagen, wie eine bestimmte Haut reagiert.

Was macht die Haut fest und dehnbar?

Fest und dehnbar ist die Haut durch ein Fasergeflecht in ihrer mittleren Schicht. Diese mittlere Schicht heißt Lederhaut und macht den Hauptteil der Hautdicke aus. Dort liegen zwei Sorten Fasern, die zusammenarbeiten. Die eine gibt der Haut Halt und Reißfestigkeit, sie heißt Kollagen. Die andere lässt sie nach einer Dehnung zurückspringen wie ein Gummi, das ist das Elastin. Solange beide reichlich vorhanden und gut vernetzt sind, hält die Haut ihre Form und kehrt nach dem Dehnen dorthin zurück. Man spürt das im Handrücken: Zieht man die Haut eines jungen Menschen hoch und lässt los, schnellt sie sofort zurück. Bei einem älteren bleibt sie einen Moment stehen. Genau diese Rückkehr ist es, auf die es ankommt, wenn das Fett darunter weggeht.

Warum zieht sich junge Haut eher zurück als ältere?

Junge Haut hat mehr von den Fasern, die sie zurückspringen lassen, und sie sind noch dicht vernetzt. Der Körper baut Kollagen und Elastin über die Jahre langsamer nach, als er sie verbraucht, und Sonne über viele Sommer beschleunigt das. Die mittlere Hautschicht wird dünner, das Geflecht lockerer. Eine Haut in diesem Zustand federt schwächer zurück, wenn das Polster darunter kleiner wird. Das geschieht langsam, nicht mit einem bestimmten Geburtstag. Deshalb ist das Alter kein Urteil, aber ein Gewicht in der Waagschale. Bei zwei Frauen mit demselben Polster, der einen mit dreißig, der anderen mit fünfundfünfzig, folgt die jüngere Haut in aller Regel eher.

Warum tut sich lange gedehnte Haut schwerer?

Haut, die über lange Zeit stark gedehnt war, hat dabei einen Teil ihrer Rückstellkraft eingebüßt. Wird ein Gewebe weit über sein Maß gespannt und lange dort gehalten, reißen im Inneren feine Fasern. Das häufigste Beispiel ist eine Schwangerschaft, ein weiteres eine große Gewichtszunahme über Jahre. Auch ein wiederholtes Auf und Ab des Gewichts zehrt an dieser Kraft, weil die Haut jedes Mal weit gespannt und dann wieder entlastet wird. Wo die tiefere Schicht eingerissen ist, sieht man das später als Dehnungsstreifen. Erst rötlich, dann blass. Das Fasergeflecht ist an diesen Stellen dünner, und die Haut kommt dort nicht mehr vollständig zurück, auch wenn das Fett darunter längst weg ist. Die weiche Falte am Unterbauch nach einer Schwangerschaft ist oft genau das: gedehnte Haut mit wenig Fett darunter. Sie fühlt sich locker an, weil ihr die Spannung fehlt, nicht weil noch viel Fett dort läge.

Strafft sich lockere Haut mit der Zeit von allein?

Zu einem Teil ja, über Monate, doch eine lange ausgeleierte Haut kommt oft nicht mehr ganz zurück. Nach einem Verlust arbeitet der Körper noch eine Weile an der Haut und baut langsam etwas Fasergewebe nach. In den ersten Monaten legt sie sich häufig noch enger an, als es kurz nach dem Verlust aussah. Wer direkt danach urteilt, urteilt oft zu früh. Wie weit diese Nacharbeit trägt, hängt wieder an Alter und Ausgangszustand. Von außen lässt sich an ihr wenig drehen; das meiste hat die Haut lange vor dem ersten Kilo angelegt. Bei fester, jüngerer Haut reicht sie meist, um den Überschuss aufzunehmen. Ist die Haut dünn und oft gedehnt, bleibt ein Rest, der sich von selbst nicht mehr verliert. Ab welchem Punkt sich nichts mehr tut, lässt sich nicht auf die Woche sagen; die Veränderung wird nur mit den Monaten kleiner.

Was hat das mit der Kälte an einer Stelle zu tun?

Die Kälte an einer Stelle nimmt Fett weg. Ob die Haut darüber nachkommt, ist eine eigene Frage, denn beide Dinge laufen getrennt. Das Fett unter der Haut wird über Wochen weniger, und die Haut steht danach vor derselben Aufgabe wie nach jedem anderen Verlust: sich an die kleinere Form anlegen. Ob sie das schafft, entscheidet ihre Spannkraft, nicht die Kälte. Lockere Haut zieht die Kälte nicht straff. Sie greift allein das Fett, das sich fassen lässt, und lässt die Haut, wie sie ist. Sitzt an einer Stelle ein umschriebenes Polster unter fester Haut, folgt die Haut dem kleineren Volumen meist gut. Ist die Haut dort ohnehin schon locker, kann sie sich nach dem Wegfall des Fetts darunter sogar etwas loser anfühlen. Das gehört ehrlich dazugesagt, bevor jemand die Kälte für ein Hautproblem in Betracht zieht, für das sie nicht gemacht ist.

Grenzen

Dieser Beitrag beschreibt, wovon das Verhalten der Haut abhängt. Wie stark sich eine Haut zurückzieht, hängt an Alter, Menge, Tempo und Veranlagung und kommt bei jeder Frau anders zusammen. Wie fest oder locker die Haut an einer bestimmten Stelle ist, zeigt sich am Griff mit der Hand.

Unsere Einschätzung

Wer abnimmt und sich um die Haut sorgt, sollte die beiden Fragen früh auseinanderhalten: die nach dem Fett und die nach der Haut. Das Fett lässt sich angehen, über das Gewicht am ganzen Körper und, an einer einzelnen Stelle, über die Kälte. Die Haut folgt ihren eigenen Regeln, und die meisten davon liegen fest, bevor der erste Versuch beginnt: Alter, Veranlagung, frühere Dehnungen. Beeinflussen lässt sich vor allem das Tempo. Ein langsamer Verlust über Monate gibt der Haut die Zeit, die sie zum Nachziehen braucht, und schont zugleich den Muskel darunter, der die Form von innen hält. Die Kälte ist dabei kein Ende, sie ist ein Anfang, und sie verändert das Fett, nicht die Haut. Wer das trennt, erwartet von jeder Sache nur das, was sie leisten kann, und wird an der Haut nicht enttäuscht, weil er von ihr nie verlangt hat, was am Fett hängt.

Häufige Fragen

Zieht sich die Haut nach dem Fettverlust von allein zurück?

Zu einem Teil ja, über Monate. Wie weit sie folgt, hängt an Alter und Ausgangszustand der Haut. Feste, jüngere Haut nimmt den Überschuss meist ganz auf. Dünne oder lange gedehnte Haut kommt oft nicht mehr vollständig zurück, und wer kurz nach dem Verlust urteilt, urteilt meist zu früh.

Strafft Kryolipolyse lockere Haut?

Nein, die Kälte greift das Fett unter der Haut, nicht die Haut selbst. Sie zieht lose Haut nicht straff. Wo unter fester Haut ein Polster sitzt, folgt die Haut dem kleineren Volumen; wo sie schon locker ist, ändert die Kälte daran nichts.

Warum hängt die Bauchdecke nach der Schwangerschaft, obwohl ich schlank bin?

Weil die Haut dort lange stark gedehnt war und einen Teil ihrer Rückstellkraft verloren hat. Die weiche Falte ist zu einem großen Teil Haut mit wenig Fett darunter. Das ist eine Frage der Hautspannung, nicht der Menge Fett, und ob zusätzlich die Bauchwand betroffen ist, klärt eine ärztliche Untersuchung.

Macht es einen Unterschied, wie schnell ich abnehme?

Ja, das Tempo ist einer der wenigen Punkte, die Sie selbst in der Hand haben. Ein langsamer Verlust über Monate gibt der Haut Zeit, sich anzupassen, ein sehr schneller lässt ihr wenig. Vor allem bei größeren Mengen macht das für das Bild am Ende einen Unterschied.

Ab welchem Alter zieht sich die Haut schlechter zurück?

Eine feste Grenze gibt es nicht, es ist ein langsamer Verlauf. Die Haut wird über die Jahre dünner und federt schwächer zurück, und Sonne über viele Sommer verstärkt das. Deshalb folgt dieselbe Menge Fettverlust bei einer jüngeren Haut in der Regel besser als bei einer älteren.

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