Die Tür

Wie viel Fett verschwindet pro Sitzung realistisch?

An der gekühlten Stelle wird die Fettschicht maßvoll dünner; wie viel, hängt am Messverfahren und am Körper.

Stand der inhaltlichen Prüfung: · Grundlage: Übersicht von neunzehn Untersuchungen (Ingargiola 2015), Untersuchung mit Halbseitenvergleich und Volumenmessung (Garibyan 2014), Untersuchung an zehn Menschen über sechs Monate (Coleman 2009).

Wie viel Fett eine Sitzung abnimmt, lässt sich nicht in eine feste Zahl fassen: Es hängt am Messgerät, am Aufsatz und vor allem am Körper. An der gekühlten Stelle wird die Fettschicht je nach Messweise um etwa ein Zehntel bis knapp drei Zehntel dünner; als Volumen einer einzelnen Kühlung wurden knapp vierzig Kubikzentimeter gemessen [garibyan-2014] [ingargiola-2015]. In Millimetern ist das wenig: an der Stelle sichtbar, auf der Waage nicht. Ein Teil der Menschen spricht gar nicht an, und wie viele es sind, sagen die Zahlen nicht genau. Ob die Menge über die Jahre bleibt, hat keine belastbare Untersuchung gemessen.

An der gekühlten Stelle wird die Fettschicht messbar dünner, und wie viel, hängt am Messverfahren und am Körper. Ein Teil der Menschen spricht gar nicht an. Und selbst dort, wo etwas abgeht, ist es wenig, gemessen in Millimetern. An der Stelle ist es zu sehen, auf der Waage nicht. Wer nach einer festen Menge pro Sitzung sucht, sucht nach einer Zahl, die es so nicht gibt.

Wie viel nimmt die Fettschicht bei einer Sitzung ab?

An der gekühlten Stelle geht die Fettschicht ein Stück zurück, und das Stück ist maßvoll. Die Kälte trifft die Zellen unter dem Aufsatz, eine Fläche etwa von einer Handbreit, und ein Teil davon baut sich über die Wochen danach ab. Was am Ende weniger ist, misst man in Millimetern, nicht in Kleidergrößen. An der Stelle selbst kann das den Umriss verändern; im Ganzen bleibt es klein. Wer eine dramatische Menge erwartet, hat die falsche Vorstellung von dem, was hier geschieht. Die Kälte nimmt kein Polster fort, sie dünnt eine Schicht aus.

Wovon hängt ab, wie viel bei Ihnen abgeht?

Vom Messverfahren, vom Gerät und vor allem vom Körper, an dem gemessen wird. Das Messgerät legt fest, wie groß die Zahl am Ende ausfällt, denn dieselbe Abnahme sieht mit dem einen Gerät größer aus als mit dem anderen. Der Aufsatz und die Kühlzeit bestimmen, wie viel Gewebe überhaupt erfasst wird. Den Rest entscheidet der Körper: wie dick die Falte an der Stelle ist, wie das Gewebe auf die Kälte antwortet, ob es überhaupt antwortet. Zwei Menschen mit derselben Sitzung am selben Gerät können verschieden weit kommen. Darum trägt jede Zahl, die man liest, ein stilles Sternchen. Sie galt für einen bestimmten Körper unter bestimmten Bedingungen.

Warum tut sich bei manchen gar nichts?

Weil die Kälte nicht bei jedem Gewebe gleich greift, und bei manchen greift sie kaum. Dass ein Teil der Menschen auf die Anwendung nicht anspricht, ist bekannt und gehört zur ehrlichen Auskunft. Die Untersuchungen nennen einen Mittelwert, und ein Mittelwert entsteht aus Menschen, die weit über ihm liegen, und solchen, die darunter bleiben, manche bei null. Woran das liegt, ist nicht sauber geklärt; die Dicke und Art des Fettgewebes spielen hinein, vielleicht mehr. Wie viele es genau sind, sagen die Zahlen nicht. Wer eine Sitzung plant, sollte wissen, dass ein Ausbleiben der Veränderung im Rahmen des Bekannten liegt und kein Fehler ist.

Ist das viel oder wenig?

Für das Auge an der Stelle kann es viel sein, für die Bilanz des ganzen Körpers ist es wenig. Die Menge, die eine Sitzung aus einer Flanke oder einem Bauch nimmt, ist klein gegen das, was ein Mensch über Monate durch Essen und Bewegung verschiebt. Sie fällt an einem umgrenzten Fleck an und bleibt dort. Genau das macht die Kälte aus: Sie wirkt örtlich. Für jemanden, der mehrere Kleidergrößen sucht, ist das die falsche Schraube. Für jemanden, den eine einzelne Stelle stört, die trotz allem bleibt, kann es die richtige sein. Auf der Waage zeigt sich davon nichts. Das folgt daraus, wie klein und wie örtlich die Menge ist, und ist dem Verfahren nicht anzulasten.

Baut sich das Weniger sofort auf oder über Wochen?

Über Wochen, nicht am Tag nach der Sitzung. Die Kälte stößt einen langsamen Abbau an; die Zellen sterben geordnet ab, und der Körper trägt die Reste erst nach und nach fort. In den ersten Wochen ist wenig zu sehen, und das ist der Takt der Sache, kein Ausbleiben. Das Ergebnis, das man beurteilen kann, steht erst da, wenn dieser Abbau weit genug gelaufen ist. Wer zu früh in den Spiegel schaut, sieht die Menge noch nicht, die schon im Entstehen ist. Der Vorgang selbst braucht diese Zeit; beschleunigen lässt er sich nicht.

Bringen mehrere Sitzungen an derselben Stelle mehr?

Eine weitere Sitzung an derselben Stelle kann noch etwas herausholen, aber die Menge summiert sich nicht beliebig. Was schon abgebaut ist, fehlt der nächsten Kühlung; sie trifft weniger Fett als die erste. Ob sich eine Wiederholung an derselben Stelle lohnt, zeigt sich, wenn das Ergebnis der ersten Kühlung feststeht. Manche Anbieter planen mehrere Runden fest ein; das folgt einem Geschäftsmodell so gut wie einem Beleg. Ehrlich ist: Eine einzelne Stelle gibt nur so viel her, wie an Fett dort liegt, und irgendwann ist die Ausbeute pro Sitzung so klein, dass sie sich kaum noch zeigt.

Grenzen

Die Zahlen aus den Untersuchungen sind Mittelwerte über wenige Menschen, und die einzelne Person kann weit darüber oder darunter liegen. Eine Angabe zur Fettschicht betrifft genau diese Stelle. Sie gilt für das Gerät, den Aufsatz und die Kühlzeit, unter denen sie entstanden ist; ändert sich davon eines, ändert sich die Menge. Wie viele Menschen gar nicht ansprechen, ist nicht genau bekannt. Und was hier steht, ordnet die Größenordnung ein. Es sagt nicht voraus, was im einzelnen Fall herauskommt, und ersetzt nicht das Gespräch darüber, was an einer bestimmten Stelle zu erwarten ist und was dagegen spricht.

Was die Studienlage sagt

Wie viel eine einzelne Sitzung abnimmt, haben mehrere Untersuchungen gemessen, und die Werte hängen am Messgerät. Eine Übersicht von neunzehn Untersuchungen fand für die Abnahme der Fettschichtdicke, je nach Messweise, etwa ein Zehntel bis knapp drei Zehntel ingargiola-2015. Die höheren Werte stammen vom Messzirkel, die niedrigeren vom Ultraschall. Zu Nebenwirkungen nennt dieselbe Übersicht nur kurzfristige Rötung, Schwellung und Schmerz sowie einen einzelnen Fall, in dem das Fett an der Stelle zunahm statt abzunehmen ingargiola-2015. Ob das Ergebnis über die Jahre bleibt, sagt sie nicht; sie nennt das Verfahren allein für den kurzen Zeitraum sicher.

Eine Untersuchung mit Halbseitenvergleich hat die Menge nach einer einzigen Kühlung als Volumen bestimmt und die gekühlte Flanke gegen die ungekühlte gestellt. Bereinigt um die natürlichen Schwankungen der Kontrollseite blieb ein Volumen von knapp vierzig Kubikzentimetern, mit dem Messzirkel gemessen rund fünfzehn Prozent weniger Fettschicht an der gekühlten Seite garibyan-2014. Das ist die Menge einer Sitzung, und in Millimetern ist sie klein. Unmittelbar danach zeigten alle eine vorübergehende Rötung und Schwellung, gut die Hälfte einen anfänglichen Schmerz, und bei knapp jeder Fünften war die Empfindung an der Stelle zwei Monate später noch herabgesetzt garibyan-2014. Gut vier von fünf waren mit dem Ergebnis zufrieden. Nachbeobachtet wurde bis zwei Monate; darüber hinaus trifft die Arbeit keine Aussage garibyan-2014.

Wie sich die Menge über die Zeit aufbaut, zeigt eine Untersuchung an zehn Menschen, die mit Ultraschall maß. Sie fand rund ein Fünftel weniger Fettschicht nach zwei Monaten und ein Viertel nach sechs Monaten coleman-2009. Bei mehreren war die Haut an der Stelle vorübergehend taub; das Gefühl kehrte nach einigen Wochen zurück, eine bleibende Nervenschädigung fand sich nicht coleman-2009. Auch diese Nachbeobachtung endet nach sechs Monaten. Zusammengenommen wird an der gekühlten Stelle die Fettschicht um eine maßvolle Größenordnung dünner, begleitet von meist milden, vorübergehenden Reaktionen und dem seltenen Fall, dass das Fett dort zunimmt. Wie viele Menschen gar nicht ansprechen und ob die Menge über die Jahre erhalten bleibt, geben die Daten nicht her.

Unsere Einschätzung

Wer nach einer festen Menge pro Sitzung fragt, bekommt am ehrlichsten die Antwort: wenig, örtlich, und nicht bei jedem. In kontrollierten Untersuchungen ging die Fettschicht an der gekühlten Stelle um eine maßvolle Größenordnung zurück, je nach Messweise etwa ein Zehntel bis knapp drei Zehntel ingargiola-2015. Als Volumen einer einzelnen Kühlung wurden knapp vierzig Kubikzentimeter gemessen garibyan-2014. Das reicht, um eine einzelne Stelle sichtbar zu verändern, und es reicht nicht, um ein Gewicht zu verschieben.

Für jemanden, der abnehmen will, steckt darin die nüchterne Einordnung. Die Menge, die hier verschwindet, ist die sichtbarste und zugleich die kleinste Schraube am ganzen Vorhaben. Kryolipolyse steht nicht am Ende dieses Wegs, sondern an seinem Anfang. Was darüber entscheidet, ob das Fett insgesamt wegbleibt, liegt weiter oben, bei der Bewegung, beim Essen, beim Schlaf und beim Umgang mit den eigenen Gewohnheiten. Eine Sitzung kann eine Stelle glätten. Ob aus der Stelle ein Anfang wird, entscheidet sich anderswo.

Häufige Fragen

Wie viel Fett geht bei einer Sitzung weg?

An der gekühlten Stelle wird die Fettschicht maßvoll dünner, gemessen in Millimetern. Für das Auge an der Stelle kann das etwas ausmachen, auf der Waage zeigt es sich nicht. Eine feste Menge, die für jeden gilt, gibt es nicht.

Sieht man das Ergebnis sofort?

Nein, es baut sich über Wochen auf. Die Kälte stößt einen langsamen Abbau an, und in den ersten Wochen ist wenig zu sehen. Das gehört zum Verlauf und ist kein Ausbleiben der Reaktion.

Was, wenn sich bei mir nichts tut?

Das kommt vor und liegt im Rahmen des Bekannten. Ein Teil der Menschen spricht auf die Kälte kaum an; woran es genau liegt und wie viele es sind, ist nicht sauber geklärt. Wie stark eine Stelle anspricht, hängt am Körper.

Bringen mehrere Sitzungen mehr?

Eine Wiederholung an derselben Stelle kann noch etwas herausholen, aber die Menge summiert sich nicht beliebig. Was schon abgebaut ist, fehlt der nächsten Kühlung. Wie viel eine weitere Runde zusätzlich bringt, ist mit Zahlen schlecht hinterlegt.

Kann ich mit Kryolipolyse abnehmen?

Nicht im Sinne der Waage. Die Menge, die eine Sitzung an einer Stelle bewegt, ist zu klein und zu örtlich, um ein Körpergewicht zu verschieben. Sie formt eine Kontur; das Gewicht bleibt davon unberührt.

Belege

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