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Was ist der Unterschied zwischen subkutanem und viszeralem Fett?

Das eine Fett liegt weich unter der Haut und lässt sich greifen, das andere tief im Bauchraum um die Organe, wo es den Bauch fest macht und für die Gesundheit stärker zählt.

Stand der inhaltlichen Prüfung: · Grundlage: Schmidt, Lang, Heckmann (Hrsg.): Physiologie des Menschen mit Pathophysiologie, Springer; allgemeine Physiologie der Fettverteilung und des Energiehaushalts (Speicherung von Energie in den Fettzellen, Lage des Fetts unter der Haut und im Bauchraum, Muskel- und Fettstoffwechsel); kein gerätebezogener Beleg

Fett sitzt an zwei Orten: weich unter der Haut, wo es sich greifen lässt, und tief im Bauchraum um die Organe herum, wo es den Bauch fest und rund macht. Das Fett unter der Haut heißt subkutan, das tiefe viszeral. Das tiefe Fett wirkt stärker auf den Stoffwechsel, zählt für das Herz-Kreislauf-Risiko mehr und reagiert schneller auf Bewegung und eine kleinere Menge über den Tag. Das weiche Fett an Hüften und Oberschenkeln hält länger und gibt spät nach. Ein einfacher Griff mit der Hand trennt beide grob; wie viel tiefes Fett wirklich liegt, zeigt erst eine ärztliche Untersuchung.

Fett sitzt an zwei sehr verschiedenen Orten, und die beiden verhalten sich nicht gleich. Das eine liegt weich unter der Haut und lässt sich zwischen den Fingern fassen. Das andere liegt tief im Bauchraum, um die Organe herum, und macht den Bauch fest und rund. Von außen sehen zwei Bäuche gleich groß aus und bestehen doch aus verschiedenem Fett. Welches davon jemand vor sich hat, sagt mehr als der bloße Umfang.

Was ist der Unterschied zwischen subkutanem und viszeralem Fett?

Der Unterschied liegt im Ort: Das eine Fett liegt direkt unter der Haut, das andere tief im Bauchraum um die inneren Organe herum. Das Fett unter der Haut heißt subkutanes Fett. Es ist die weiche Schicht über Bauch, Hüften, Oberschenkeln und Oberarmen, die man zwischen die Finger nehmen kann. Das tiefe Fett heißt viszerales Fett. Es füllt den Raum zwischen Magen, Darm und Leber und lässt sich von außen nicht greifen. Beide bestehen aus Fettzellen und speichern Energie schmidt-lang-physiologie. Wo sie liegen und wie sie sich verhalten, unterscheidet sie. Das subkutane Fett macht den größeren Teil aus und formt die sichtbare Gestalt. Das viszerale Fett bleibt verborgen und drückt den Bauch von innen nach vorn. Ein weicher Bauch, der sich in Falten legt, trägt viel unter der Haut. Ein fester, praller Bauch, an dem sich kaum etwas abheben lässt, trägt viel tief im Inneren.

Woran erkenne ich, welches Fett ich vor mir habe?

Ein einfacher Griff gibt den ersten Hinweis: Was sich zwischen den Fingern abheben lässt, ist das Fett unter der Haut. Legen Sie die Hand flach auf den Bauch und versuchen Sie, eine Falte abzuheben. Was weich nachgibt und sich fassen lässt, ist subkutanes Fett. Bleibt der Bauch fest und rund, ohne dass sich viel greifen lässt, sitzt das Fett eher tief im Inneren. Der Umfang allein sagt darüber wenig. Zwei Menschen mit demselben Bauchumfang können ganz verschieden gebaut sein, der eine weich und fassbar, der andere prall und fest. Auch der Bund der Hose trägt eine Spur. Ein Bauch, der über den ganzen Tag hart bleibt, deutet öfter auf das tiefe Fett als einer, der sich erst am Abend breitmacht. Ein Test ist das nicht, nur ein Anhalt. Genau messen lässt sich der Anteil des tiefen Fetts von außen nicht; das zeigt erst eine ärztliche Untersuchung.

Warum zählt das tiefe Fett fürs Herz-Kreislauf-Risiko mehr?

Das tiefe Fett im Bauch wirkt stärker auf den Stoffwechsel als das Fett unter der Haut, und darum wiegt es für die Gesundheit schwerer. Es liegt nah an den inneren Organen und an den großen Gefäßen, die das Blut aus dem Bauchraum zur Leber führen. Von dort gibt es Stoffe ab, die in den ganzen Körper gelangen. Das weiche Fett an Hüften und Oberschenkeln ist in dieser Hinsicht träger und gilt als weniger belastend. Deshalb schaut die Forschung beim Bauchumfang genauer hin als bei der reinen Zahl auf der Waage. Ein großer Anteil tiefen Bauchfetts geht mit einem höheren Risiko für Herz und Kreislauf einher. Das ist eine Aussage über Wahrscheinlichkeiten, kein Urteil über den einzelnen Menschen. Wer einen festen Bauch hat, ist damit nicht krank, und wer schlank ist, ist nicht gefeit. Was das im Einzelfall bedeutet, gehört in ärztliche Hände.

Warum reagiert das tiefe Bauchfett schneller auf Bewegung und Essen?

Das tiefe Fett gibt seinen Inhalt rascher ab und nimmt ihn rascher wieder auf als das Fett unter der Haut. Es liegt gut durchblutet zwischen den Organen und tauscht seine Ladung schneller mit dem Blut. Wer sich mehr bewegt und die Menge über den Tag senkt, verliert deshalb oft zuerst am tiefen Bauchfett. Das weiche Polster an Hüften oder Oberschenkeln ändert sich später. Der Bauch wird flacher und fester, während die Waage noch wenig zeigt. Das erklärt, warum manche schon nach Wochen einen Unterschied am Gürtel spüren, obwohl die Zahl kaum gefallen ist. Umgekehrt lagert sich das tiefe Fett auch schnell wieder ein, sobald über die Zeit mehr hereinkommt, als der Körper verbraucht. Es reagiert in beide Richtungen zügig. Das Fett an den bekannten Problemstellen hält dagegen zäher und gibt später nach.

Warum sitzt das Fett bei Männern und Frauen verschieden?

Männer legen Fett eher tief im Bauch an, Frauen eher unter der Haut an Hüften und Oberschenkeln. Dahinter stehen die Geschlechtshormone, die vorgeben, wo der Körper bevorzugt speichert. Der runde, feste Bauch, den viele Männer mit den Jahren bekommen, ist zu einem guten Teil tiefes Fett. Das Hüftgold und die Oberschenkel, über die viele Frauen klagen, sind meist weiches Fett unter der Haut. Das ist eine grobe Neigung, keine feste Regel; es gibt Frauen mit viel tiefem Bauchfett und Männer mit weichen Polstern. Mit den Wechseljahren verschiebt sich das Muster bei vielen Frauen. Wenn das Östrogen sinkt, verlagert sich ein Teil des Fetts von den Hüften in Richtung Bauch, und der Anteil des tiefen Fetts nimmt zu. Das ist ein normaler Vorgang und keine Krankheit. Wie sich das Fett in den Wechseljahren im Einzelnen umverteilt, gehört in einen eigenen Text.

Kann man schlank sein und trotzdem viel tiefes Fett tragen?

Ja, ein schlanker Mensch kann viel Fett tief im Bauch tragen, ohne dass es von außen auffällt. Wer wenig weiches Fett unter der Haut hat, sieht schlank aus, auch wenn sich zwischen den Organen einiges angesammelt hat. Der Bauch wirkt dann fest und leicht gewölbt, obwohl Arme und Beine dünn sind. Muskeln verbrauchen auch in Ruhe Energie, Fettgewebe kaum; wer wenig Muskel trägt, setzt darum über den Tag weniger um schmidt-lang-physiologie. Wenig Bewegung, wenig Muskel und eine Ernährung mit viel schnellem Zucker begünstigen das tiefe Fett, unabhängig davon, wie schlank jemand nach außen wirkt. Das äußere Bild und das innere Fett stimmen nicht immer überein. Darum sagt weder der Blick in den Spiegel noch die Zahl auf der Waage sicher, wie viel tiefes Fett jemand trägt.

Grenzen

Dieser Text erklärt, wie sich das Fett unter der Haut und das tiefe Fett im Bauchraum unterscheiden, nicht, wie viel tiefes Fett bei einem einzelnen Menschen liegt. Der Griff mit der Hand gibt einen Anhalt. Wie hoch der Anteil des viszeralen Fetts wirklich ist, zeigt erst eine ärztliche Untersuchung. Ein hoher Bauchumfang kann auf viel tiefes Fett deuten, er kann aber auch aus weichem Fett, aus Wasser oder aus einem geblähten Darm stammen. Was der Umfang im Einzelfall bedeutet, klärt die ärztliche Seite. Es gibt zudem eine Form der Fettverteilung, die krankhaft ist und mit einfachem Übergewicht nichts zu tun hat; das Lipödem ist ein Beispiel.

Unsere Einschätzung

Für die Frau, die abnehmen will, ordnet die Unterscheidung der beiden Fettarten einiges. Das tiefe Fett im Bauch reagiert früh auf Bewegung und eine kleinere Menge über den Tag, und es ist zugleich das, was für die Gesundheit stärker zählt. Das weiche Fett an den bekannten Stellen hält länger und gibt spät nach. Das Fett unter der Haut ist ein Maß für die Form. Hormone geben vor, wo und wie das Fett sitzt, und sie steuern das tief im Körper, lange bevor sich außen etwas zeigt. Das schnell Sichtbare an der Oberfläche ist der Anfang; was am meisten entscheidet, sitzt tiefer und braucht länger. Wer den festen Bauch ernst nimmt, arbeitet an dem Fett, das für die Gesundheit schwerer wiegt, auch wenn der Spiegel den Unterschied erst spät zeigt.

Häufige Fragen

Ist viszerales Fett gefährlicher als das Fett unter der Haut?

Das tiefe Bauchfett wirkt stärker auf den Stoffwechsel und geht in Untersuchungen mit einem höheren Risiko für Herz und Kreislauf einher als das weiche Fett unter der Haut. Es liegt nah an den Organen und gibt Stoffe ins Blut ab. Das heißt nicht, dass ein fester Bauch für sich eine Erkrankung ist. Was der einzelne Bauchumfang bedeutet, klärt die ärztliche Seite.

Woran erkenne ich, ob mein Bauch weiches oder tiefes Fett trägt?

Der einfachste Anhalt ist der Griff mit der Hand: Was sich als weiche Falte abheben lässt, ist Fett unter der Haut. Bleibt der Bauch über den Tag prall und lässt sich kaum etwas fassen, sitzt mehr davon tief um die Organe. Das ist ein Hinweis, keine Messung. Wie hoch der Anteil des tiefen Fetts wirklich ist, klärt allein eine ärztliche Untersuchung.

Verschwindet das tiefe Bauchfett schneller als das an den Hüften?

Bei vielen ja. Das tiefe Fett reagiert früh, wenn jemand sich mehr bewegt und über den Tag weniger isst. Der Bauch wird dann flacher, während das weiche Fett an Hüften und Oberschenkeln länger hält. Wie schnell und wie viel weicht, ist von Mensch zu Mensch verschieden.

Kann ich schlank sein und trotzdem viel viszerales Fett haben?

Ja. Wer wenig Fett unter der Haut trägt, sieht schlank aus, auch wenn sich zwischen den Organen einiges angesammelt hat. Wenig Bewegung, wenig Muskel und viel schneller Zucker begünstigen das tiefe Fett, unabhängig vom äußeren Bild. Sicher messen lässt es sich nur ärztlich.

Lässt sich das tiefe Fett mit Bauchübungen gezielt abbauen?

Gezielt an einer Stelle abnehmen geht nicht. Bauchübungen kräftigen den Muskel unter dem Fett, sie tragen das Fett darüber nicht ab. Das tiefe Fett gibt vor allem nach, wenn über die Zeit weniger Energie hereinkommt, als der Körper verbraucht, und wenn mehr Bewegung dazukommt.

Belege

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